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Ist es normal, dass auch bei zugedrehtem Ventil immer wieder kleine Mengen Wasser aus der Armatur fließen?

JA, das sporadische Abfließen kleiner Mengen Wasser trotz geschlossener Armatur ist eine technisch notwendige Sicherheitsmaßnahme und völlig normal! Erklärung: Bei Niederdruckarmaturen sperrt das Ventil auf der Warmwasser-Seite die Wasserzuleitung vor dem Kleinspeicher ab, vom Ausgang des Kleinspeichers bis zur Hahnmündung hin ist die Armatur jedoch offen. Das ist völlig normal und muss auch so sein, denn nur so ist sichergestellt, dass das System druckfrei bleibt, vor allem wenn das Volumen des Wassers temperaturbedingt variiert.
Wird Wasser erhitzt, dehnt es sich aus (das Volumen vergrößert sich), kühlt es ab, zieht es sich zusammen (das Volumn verkleinert sich). Im Normalfall steht das Wasser im drucklosen System über den Kleinspeicher hinaus bis in die Warmwasser-Zuleitung zur Armatur und sogar bis in den Hahn – entscheidend ist dabei, wo im System der höchste Punkt liegt: bei Übertischgeräten ist dies der höchste Punkt in der Warmwasser-Zuleitung zur Armatur, bei Untertischgeräten hingegen der höchste Punkt im Hahn (kann je nach Bauform der Armatur unterschiedlich positioniert sein). Dehnt sich das Wasser dann beim Erhitzen nur ein wenig aus, genügt dies meist schon, dass es über den höchsten Punkt fließen kann und über den Hahn abtropft. Daher kann auch bei zugedrehtem Ventil Wasser aus der Armatur tropfen.

Kann man die Häufigkeit reduzieren, in der Wasser aus der geschlossenen Armatur ausläuft?

JA, indem man die Heizstufe am Kleinspeicher niedrig einstellt und Warmwasser weniger häufig bzw. nur dann nutzt, wenn man es auch wirklich braucht! Erklärung: Wie oft Wasser trotz geschlossenem Ventil aus der Niederdruckarmatur ausläuft, ist primär davon abhängig, wie oft der Kleinspeicher das Wasser aufheizt. Auf kleineren Stufen muss das Wasser weniger oft und zudem nicht so stark aufgeheizt werden, so dass sich das Volumen nicht so stark verändert und eher wenig überschüssiges Wasser über den Hahn abfließen muss. Je höher die eingestellte Stufe, desto häufiger und intensiver wird das Wasser im Kleinspeicher erhitzt, und desto häufiger kann es geschehen, dass überschüssiges Wasser am höchsten Punkt des Systems überläuft.
Andererseits ist es relevant, wie lange es her ist, dass das Ventil für Warmwasser an der Niederdruckarmatur geöffnet wurde. Wasser dehnt sich beim Erhitzen aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen. Ist das Ventil für Warmwasser geöffnet, strömt kaltes Wasser im Kleinspeicher nach und verdrängt das warme, das durch den Hahn abfließt; schließt man das Ventil wieder, fließt solange Wasser über den Hahn aus, bis es hinter dem höchsten Punkt im System steht. Wird es nun erhitzt, dehnt es sich aus, der Pegel steigt wieder über den höchsten Punkt und Wasser fließt ab. Dadurch geht immer ein kleiner Teil des Wassers aus dem System verloren. Je häufiger das Wasser nun erhitzt wird, desto weiter zieht sich das Wasser beim Abkühlen unter den höchsten Punkt zurück, bis der Pegel soweit gefallen ist, dass beim Erhitzen kein Wasser mehr austritt.

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Kann ich die eigentlich sehr einfache Installation auch selbst vornehmen oder muss hier zwingend ein Fachmann ran?

NEIN, die Installation eines Kleinspeichergeräts sollte aus verschiedenen Gründen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Erklärung: Zugegeben, die Montage gestaltet sich – lässt man ggf. erforderliche Anpassungen an Bad- oder Küchenschränken einmal außen vor – schon für weniger begabte Heimwerker alles andere als schwierig. Insbesondere beim Austausch defekter gegen neue Geräte beschränken sich die notwendigen Arbeitsschritte auf ein Minimum.
Dennoch gibt es gute Gründe, warum man die Installation und Wartung von Untertischgeräten und Übertischgeräten dem Profi überlassen sollte.
  • Fachgerechte Montage: Damit das drucklose System einwandfrei und dauerhaft arbeitet, müssen viele Dinge beachtet werden, die der Laie ggf. nicht richtig versteht, übersieht oder vergisst, falsch einschätzt oder schlichtweg leichtfertig ignoriert. Eine fehlerhafte Montage führt jedoch stets zum Versagen der Anlage, und in der Regel ist das mit irreparablen Beschädigungen einzelner oder mehrerer Bauteile verbunden, was bei Systemen mit gleichzeitigem Kontakt zu Wasser und Strom ein erhebliches Sicherheitsrisiko bedeutet.
  • Stromschlag- & Brandgefahr: Wird das Kleinspeichergerät aufgrund unsachgemäßer Installation beschädigt, kann es durch den Kontakt von austretendem Wasser mit stromführenden Bauteilen zu Kurzschlüssen kommen, wodurch erhöhte Lebensgefahr besteht. Neben der Gefahr von Stromschlägen besteht auch erhöhte (Schwel-)Brandgefahr durch verschmorende Elektrokomponenten, da Kleinspeicheranlagen meist innerhalb (brennbarer) Schränke aus Holz oder Kunststoff betrieben werden.
  • Versicherung: Neben der Gefahr für Leib und Leben und daraus ggf. resultierenden Rettungs- und Behandlungskosten können durch die Beschädigung oder gar Zerstörung des Kleinspeichergeräts außerdem weitere Folgeschäden entstehen, neben den Kosten für das Gerät selbst bspw. Schäden durch auslaufendes Wasser oder kurzgeschlossene Elektroanlagen. Wurde die Anlage nicht vom Fachmann installiert, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.
  • Gewährleistung: Geht ein Gerät kaputt – ob nun richtig (fachgerecht) montiert oder nicht – verweigert der Fachhandel immer häufiger auch innerhalb der Gewährleistungsfrist die Reklamation ohne Vorlage einer Handwerker-Rechnung, die entsprechend belegt, dass das Gerät vom Fachbetrieb montiert wurde. So wird ggf. auch ein berechtigter Weise als "fehlerhaft gefertigt" identifiziertes Gerät zum wirtschaftlichen Totalschaden, nur weil man bei der Montage ein paar Euro sparen wollte.

Ist es egal, wie herum die Anschlüsse am Kleinspeicher montiert werden?

Oder: Kann man ein Untertischgerät auch als Übertischgerät verwenden (und umgekehrt)?

NEIN, die Fließrichtung des Wassers im Kleinspeicher ist für ein ordnungsgemäßes Funktionieren entscheidend, daher müssen die Anschlüsse gemäß der Markierung montiert werden, und Kleinspeicher dürfen nur gemäß ihrer Bauweise als Untertisch- oder Übertischgerät installiert werden! Erklärung: Damit das Erhitzen von Wasser im Kleinspeicher funktionieren kann und beim Öffnen des Ventils auch wirklich warmes Wasser aus dem Hahn kommt, ist es wichtig, dass kaltes Wasser im Kleinspeicher UNTEN zugeführt und warmes Wasser OBEN entnommen wird. Der Hintergrund ist der, dass warmes Wasser immer nach oben steigt, kaltes Wasser aber nach unten sinkt – strömt kaltes Wasser von unten nach, verdrängt es automatisch das warme Wasser nach oben in die Armatur. Auch wenn die Anschlüsse außen bei Untertischgeräten immer oben und bei Untertischgeräten immer unten platziert sind, so sind dennoch die Leitungen innerhalb des Geräts entsprechend verlegt, weshalb die Montage der Anschlüsse gemäß der Markierungen erfolgen muss. Ebensowenig kann man ein Untertischgerät als Übertischgerät verwenden oder umgekehrt!
Montiert man die Anschlüsse seitenverkehrt, fließt das Wasser im Kleinspeicher falsch herum. Kaltes Wasser strömt dann von oben in den Speicher und vermischt sich unmittelbar mit dem warmen Wasser, wodurch dieses stark abgekühlt wird. Das aus dem Speicher verdrängte Wasser hingegen fließt unten ab, wo logischer Weise die kältesten Wasserschichten liegen. Heizt der Kleinspeicher nach, steigt das warme Wasser wieder nach oben, also weg vom Entnahmepunkt. Das Resultat bei einem Untertischgerät ist, dass nur kaltes oder kaum erwärmtes Wasser die Armatur überhaupt erreichen kann, während der Kleinspeicher Wasser erhitzt, das nicht entnommen werden kann. Bei einem Übertischgerät hingegen ist es noch problematischer: der Speicher läuft einfach leer, weil der Entnahmepunkt sich bei falscher Montage wie ein Loch im Boden äußert.

Was passiert bei falscher Montage?

Hier finden Sie detaillierte Beschreibungen und Illustrationen rund um die richtige und falsche Montage von offenen Kleinspeichern als Übertisch- und Untertischgerät. » Weiterlesen
Achtung! Heizt sich der Kleinspeicher ohne Wasser auf, kann das Gerät irreparabel beschädigt werden.

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Kann man auch einen "gewöhnlichen" Strahlregler oder Perlator™ an der Niederdruckarmatur montieren?

NEIN, das drucklose System muss drucklos bleiben, daher dürfen ab der Armatur keine (Sperr-)Ventile oder drucksteigernde Bauteile mehr installiert werden. Erklärung: Der Kleinspeicher ist als druckloses System konzipiert und dementsprechend nicht darauf ausgelegt, Wasser unter Druck aufzunehmen oder zu speichern. Daher ist der Kleinspeicher auch zur Armatur und bis zur Hahnmündung hin offen, so dass Wasser bei steigendem Volumen (insbesondere durch die Erhitzung) über den Hahn abfließen und ein Druckanstieg somit verhindert werden kann.
Ein gewöhnlicher Hochdruck-Strahlregler bietet dem drucklosen Wasser jedoch zuviel Widerstand, wodurch sich der Druck im System erhöht. Hierdurch muss das Material Kräfte aushalten, für die es nicht konzipiert ist – damit bleibt es nur eine Frage der Zeit, bis der Kleinspeicher Schaden nimmt oder gar platzt!

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Muss ich etwas beachten, wenn ich bspw. in Urlaub fahre und längere Zeit kein Wasser aus meiner Niederdruckanlage entnehme?

JA, bevor man sich in Abwesenheit begibt sollte der Netzstecker des Warmwasserspeichers vom Netz getrennt werden, damit keine Energie für die in der Zwischenzeit unnötige Erhitzung des Wassers verschwendet wird. Außerdem sollte man bei Wiederinbetriebnahme einen vollständigen Wasseraustausch durchführen, bevor man das Wasser wieder als Trinkwasser verwendet. Erklärung: Grundsätzlich sollte man Trinkwasseranlagen, in denen längere Zeit Wasser steht, gründlich durchspülen und einen möglichst vollständigen Wasseraustausch herstellen, bevor man Trinkwasser aus der Anlage entnimmt. Hintergrund ist, dass sich hier ungestört schädliche Mikroorganismen (z.B. Legionellen) vermehren können, die Vergiftungen bewirken und Krankheiten hervorrufen können. Besonders gute Bedingungen zur Vermehrung finden solche Mikroorganismen in drucklosen Warmwasseranlagen, da diese neben den höheren Temperaturen im Gegensatz zum Drucksystem offen sind und über eine Sauerstoffzufuhr verfügen, die die Vermehrung begünstigen kann.
Bei Nichtnutzung von mindestens 3 Tagen sollte daher bei Wiederinbetriebnahme ein vollständiger Wasseraustausch zumindest des Kleinspeichers, jedoch besser der gesamten Trinkwasseranlage durchgeführt werden. Ab einer Nichtnutzung von 6 Monaten sollte die gesamte Trinkwasseranlage zudem sicherheitshalber nach Durchführung eines vollständigen Wasseraustauschs einer mikrobiologischen Kontrolluntersuchung durch ein geeignetes Labor unterzogen werden.

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